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Um 1174 entdeckte Waldes in Lyon die Bibel. Seine Bewegung wuchs rasch und breitete sich von Spanien bis ins Baltikum aus. Die Armut war nur das Mittel zum Zweck, um ungebunden das Evangelium durch Wanderprediger, Barben genannt, verbreiten zu können. Durch die Inquisition verfolgt, konnten sich die Waldenser nur in den Cottischen Alpen westlich von Turin halten.
Die vorreformatorische Bewegung schloß sich 1532 der Reformation reformierter Konfession und französischer Sprache an.
Zum Teil lebten die Waldenser in Frankreich (Val Cluson), zum Teil waren sie in Savoyen (Germanasca- oder St. MartinsTal, Pellice- und Angrogne-Tal) zu Hause. Dadurch hatten sie ganz verschiedene Schicksale.
Abbildung: Petrus Waldus - Quelle: Der Deutsche Waldenser Nr. 154, Dezember 1984
Abbildung: Oberes Chisonetal (Val Cluson - Val Chisone) - Quelle: Dreihundert Jahre Waldenserkolonie Rohrbach-Wembach-Hahn von Brigitte Köhler, herausgegeben von Otto Weber im Auftrag des Vereins für Heimatgeschichte e. V. Ober-Ramstadt.
Die Waldenser in Frankreich bildeten ein colloque (Dekanat) der hugenottischen Provinzsynode des Dauphinés. In Savoyen gab es eine eigene, kleine reformierte Kirche.
Unter Ludwig XIV. hatten es die Reformierten in Frankreich zunehmend schwerer, bis am 7. Mai 1685 für die Waldenser im Val Cluson und am 18. Oktober 1685 für alle Hugenotten in Frankreich das Verbot ihres Glaubens kam.
Im Jahr darauf geschah dasselbe unter Frankreichs Druck in Savoyen.
Quelle: Die Waldenser – zwischen alter und neuer Heimat 1685 – 1700, von Dr. Theo Kiefner, Calw 1985
Montag, 21. Dezember 2009 um 16:09:47 Uhr durch H. Reviol